Von der Psychiatrie bis nach Málaga

Posted in HOME, WELTENHUNGER by Dvd on März 20, 2011

So sieht es aus Leute, ich bin jetzt in Malaga – Andalusien! Und werde rund um diese Stadt und ihre lustigen Feinheiten berichten. Aber ich fang mal meine interessante Story etwas früher an.

Am Tag vor der Abreise entschied ich mich nur zwei Freunde zu mir einzuladen. Ich wollte halt Alles etwas ruhiger angehen. Wir sahen Youtube-Videos, abschließend etwas Domian und ohne dass wir es merkten schliefen wir ein. Als wir dann realisierten, dass wir sehr müde waren, wurde für den letzt verbliebenden Gast eine Matratze aufgebaut und mir fiel ein, dass ich von meinem Computer noch ein Backup machen muss. Also um um ca. 3 Uhr morgens noch alles eingerichtet und sollte nicht auf die schnelle fertig sein. Ich entschied mich den Computer an zu lassen, solange der noch am Backup zu arbeiten hatte und legte mich hin. Natürlich schliefen wir nicht sofort ein und alles glich einem Sleepover, nur dass das Popcorn, die Pyjamas und der ganze Rest fehlten. So gegen 4 Uhr morgens knallte es dann in der Ecke und ich wurde darauf hingewiesen, dass es sogar geblitzt haben soll. Ich bin davon ausgegangen, dass ein Buch oder ähnliches aus dem Schrank fiel.

Nein, es sollte die Steckdose gewesen sein an dem auch mein Laptop befestigt war. Awesome! Bei einem Stromausfall hat es dann das Netzteil zerfetzt! Die, die mich kennen müssten jetzt lachen, da mich seit Dezember letzten Jahres das Pech gerade zu verfolgt. Ich hab nicht nicht gewundert, denn es geht immer irgend etwas schief und dass es mir sechs Stunden vor Abreise passierte, hatte mich dann auch nicht sonderlich aus meiner Couch/Bett-Kombi gerissen. Bin jedoch trotzdem aufgestanden, hab die Steckerleisten voneinander getrennt, am Stromkasten rumgefummelt und mich wieder ins Bett gelegt. Schnell realisierte ich dass ich ein Pokemon bin, da ich zwischen meiner Hand und der Bettdecke Blitze schlagen konnte. Kein Scheiß, Menschen können (wenn richtige Bettwäsche) Blitze verteilen, die man im Dunkeln richtig sehen kann. Meine waren blau und über warm.

Von dieser Erfahrung total „aufgeladen“, dauerte es dann nicht mehr lange und ich schlief gegen 5 Uhr morgens ein, erwachte dann um 8 Uhr. Wo bekam ich jetzt ein neues Netzteil für meinen hochspezialisierten leck-mich-doch-am-Arsch-Nicht-Birne Computer her? Schnell gegoogelt und festgestellt, dass die brauchbaren Läden erst gegen 10 Uhr öffnen und ich mich um 11 Uhr zum losfahren treffen würde. Shit! In einer Stunde zu eines der Läden , kaufen und dann zum Kumpel, treffen? Never! Ich weckte meinen Mitbewohner „Muten Roshi“ (Namen aus Sicherheitsgründen geändert) und zwang ihn mich zu fahren. Er entgegnete mit einer besseren Idee und schwupps war der Gute schon los um die Läden abzuklappern. Ich machte mich ebenfalls auf die Socken und fuhr dann mit Gepäck für 5 Wochen zum Klassenkameraden „Don Juan“ (Name ebenfalls geändert), dessen Mutter „Señora Juan“ uns dann zum Flughafen fahren sollte. Es sollte nicht lange dauern, da sah man Muten Roshi am Horizont und brachte mir dank seiner Handelskunst of awesomeness ein neues Netzteil, welches GRAVIS kulanterweise auf die Herstellergarantie des Nicht-Birne-Netzteils umtauschte.

Awesome! Wir verabschiedeten uns und nach ein paar Gesprächen mit Don Juan und seiner entzückenden Freundin waren wir dann auch schon im Auto von Señora Juan. Dann waren wir am Flughafen. Dann Probleme mit dem Gepäck von einer unserer Gruppe (easyJet). Dann Verspätung unserer Abreise durch technische Fehler um eine halbe Stunde. Dann Verspätung unserer Abreise durch Check des neues Fliegers. Dann Flug.

Der Flug war an und für sich ziemlich lustig, nur war ich durch meinen Schlafmangel permanent unruhig. Keine Konzentration für Nichts und schlafen konnte ich auch nicht. Natürlich saß in der Reihe vor mir ein kleiner 1 1/2 Jähriger polnischer Oskar! Der sehr kommunikativ  war und  dem ganzen Flieger seine Meinung mitteilen musste. Der Herr neben mir war ein sehr offener Señor aus Jemen, der mit seiner Freundin oder Frau unterwegs zu einem Haus seines Freundes war. Er erzählte mir, dass er hilfstherapeutischer Krankenpfleger in einer bestimmten Psychiatrie (Berufsbezeichnung unkorrekt) ist. Wir kamen schnell sehr tief in Gespräch und tauschten uns über unsere Berufe und Erfahrungen aus. Eines schien wohl an unseren Berufen sehr ähnlich zu sein. Denn er führt Gespräche mit psychisch labilen oder kranken Menschen und verwendet dafür eine gewisse leitende Rhetorik. Diese Art von Rhetorik eignete er sich, laut seiner Aussage, in der Ausbildung und im Leben als Araber (das Handelsvolk) an. Eine gewisse Art von „manipulativer“ Rhetorik wird natürlich auch in den Printmedien verwendet, nur eher nonverbal. Nach einigen Attacken von Oskar, interessanten Gesprächen mit dem Jemeniten, Ablenkungsversuchen von Don Juan und den irgendwie unfreiwilligen Entertainment des easyJet Personals, kam ich dann mit einer halben Stunde Verspätung in Malaga an. Wer sich entscheidet mit easyJet zu fliegen, muss sich darauf gefasst machen, dass einem viele Angebote gemacht werden. Das Board-Personal war jedoch ziemlich cool drauf!

In Malaga angekommen erwarteten uns dann der Kike und sein Kumpel, die Gruppe wurde aufgeteilt und wurden auf unsere Gastfamilien aufgeteilt. Mich erwartete die „Daisy“ (Name geändert) und ihre drei Hunde. Laut und nervös! Unterwegs viel mir dann auf, dass ich meinen Handy-Pin nicht mehr weiß und musste deswegen meine Mitbewohner irgendwie kontaktieren und zwingen alles rauszusuchen. Das Ding wieder anbekommen, bekam ich sofort zwei SMS. Eine von O2 und die Andere von einer mysteriösen Person, die mich aufforderte um 21:30 Uhr vorm Haus einer unserer Gruppe zu erscheinen.

Daisy zeigte mir die Gegend erklärte mir wie ich Wohne und fragte mich über meine Essgewohnheiten aus. Mein Abendessen war einfach ein Traum, da ich mal wieder seit sehr langer Zeit richtig bekocht wurde. Wer etwas länger mal alleine oder in einer WG wohnt weiß das üüüber zu schätzen. Es gab Erbsensuppe of awesomeness, Salat mit Essig of awesomeness und Tortilla of awesomeness. Gestärkt von der Mahlzeit sagte mir die Daisy, dass ich noch einen Mitbewohner im Nebenzimmer habe, der Amerikaner sei und ich dürfe so lange draussen bleiben wie es mir passte.

Nach dem ich der mysteriösen Person mitteilte, dass ich mich vllt. etwas verspäte ging ich dann los, erschien  am Treffpunkt und alles mysteriöse sollte dann verschwinden, als ich dann merkte dass es sich um „Reva“ (könnt euch denken was hier stehen könnte) handelte. Schnell wurde mir bewusst, dass ich von der Gruppe am besten Wohne. Essen, Internet, Strand und Sprachschule befinden sich alle keine 5 min von mir entfernt. Ich wohne HIER irgendwo im Umkreis von 100 Metern. Jackpot!

Und genau jetzt realisiere ich, dass ich nun in meinem Zimmer sitze, während mir die Sonne in die linke hälfte meines Gesichts scheint und ich endlich meinen Tag anfangen möchte. Ab zum Strand und Fisch essen! BAM!

Bestes
Dvd

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